nullvier + 1

Auf dieser Seite möchte ich Fragen stellen und eure Antworten veröffentlichen, ggf. mit einem kleinen Foto von euch oder dem Hinweis auf den Twitter-, Google+-, Facebook-, Watweissich-Account, damit der Leser weiss, mit wem er es zu tun hat. Wahrscheinlich werden die Schalke-Fans in der Überzahl sein, für „Andersdenkende“ werden die Fragen dann natürlich umgestellt.

Dabei sind nullvier Fragen fest und eine überlege ich mir für jeden neu, damits nicht zu langweilig wird. Hier die nullvier festen Fragen:
– Warum gerade dieser Verein? Gab es ein Ereignis oder Erlebnis, der Grund für Deine „Wahl“ (wenn es denn eine Wahlmöglichkeit gab)?
– Was gehört für Dich zum Fußball im Stadion dazu, was erinnert Dich auch anderswo ans Stadion?
– Dein erstes Vorbild/Idol? Warum gerade dieses Vorbild/Idol?
– Wann hast Du Dein erstes Spiel live gesehen (Ort, Gegner, Ergebnis, besondere Ereignisse, Wetter, …)?

Ach so: Selbstverständlich darf man auch als „Kommentator“ die nullvier Fragen beantworten. Weil es dann keine fünfte, individuelle Frage gibt beantwortet doch einfach, was ihr mit Schalke verbindet.

Heute der 05. Teil mit Torsten Wieland, der seit 2007 auf „Königsblog“ über Fußball und insbesondere Schalke schreibt schreibt und den man auf Twitter unter @TorstenWieland, bei Google+, … finden kann. Nachdem er zwischenzeitlich mit dem Königsblog eine kurze Auszeit genommen und – Gott sei Dank – wieder angefangen hat zu schreiben, gibt es dort heute, nach ca. 04 Jahren, seinen persönlichsten Bericht zu lesen. Jaja, mag man sagen, aber wer die Königsblog-Seite, wie ich, jeden Tag liest, der wird mehr als erstaunt sein! Aber zuerst hier weiterlesen, denn weil es so gut passt hat Torsten mir auch gleich noch die „nullvier + 1 Frage“ beantwortet. Also erst hier lesen und dann bei Torsten:

– Warum gerade dieser Verein? Gab es ein Ereignis oder Erlebnis, der Grund für Deine „Wahl“ (wenn es denn eine Wahlmöglichkeit gab)?

Tatsächlich war es eine Art Wahl. Tatsächlich bin ich vom Bayern- zum Schalke-Fan konvertiert. Was mich dazu brachte ist eine lange Geschichte. Als Duisburger und bekennendes Ruhrgebietskind fühlte sich mein damaliges Dasein als TV-Bayern-Fan weniger rund an als das, was ich an Schalke begehrte. Das in sich Stimmige, das Liveerlebnis, zu der Gruppe „zu Hause“ dazuzugehören. Das war für mich so begehrenswert, dass ich mich zu dem Tabubruch eines Vereinswechsels als Fan genötigt fühlte.

– Was gehört für Dich zum Fußball im Stadion dazu, was erinnert Dich auch anderswo ans Stadion?

Ich war Ende der 80er, Anfang der 90er viel in den Stadien in NRW unterwegs. Vom Gefühl her gefiel mir der alte Bökelberg am besten, dieses Stadion hatte einfach Stil. Im Rückblick fühlt es sich so an, als sei früher alles schöner, romantischer gewesen. Das ist natürlich Kappes. Wenn es einem damals in den Kragen regnete, hat man von den heutigen Stadien geträumt. Tatsächlich geht mir heute hauptsächlich die dauernde Werbebedudelung auf den Geist, ansonsten mag ich den Komfort und sitze auch gerne.

– Dein erstes Vorbild/Idol? Warum gerade dieses Vorbild/Idol?

Vielleicht bin ich ja langweilig, aber ich kann mich nicht daran erinnern, jemals für einen bestimmten Star geschwärmt zu haben. Was Musik angeht gab es auch für mich solche Stars, im Fußball nicht. Ich hatte nie ein Poster von einem bestimmten Spieler an der Wand hängen. Als ich klein war ging in Duisburg nichts über Bernhard Dietz. Da fand ich den natürlich auch toll. Aber dass ich mir mal einen Kopf darüber gemacht habe, wieso gerade der eine oder der andere nun mein Vorbild sein sollte, daran kann ich mich nicht erinnern.

– Wann hast Du Dein erstes Spiel live gesehen (Ort, Gegner, Ergebnis, besondere Ereignisse, Wetter, …)?

Mein Vater hat mich mit ins Stadion genommen und es war in Duisburg, mehr kann ich auch dazu leider nicht sagen. Mein Vater war schon immer fuballbegeistert, er war aber kein echter MSV-Fan. Insofern waren Stadionbesuche in meiner Kindheit sehr unregelmäßig und sie waren eher eine Art Ausflug ein Ereignis, von dem mir jemand zuvor klarmachte, dass es was ganz besonderes sei. Ich hatte als aus Unwissenheit quasi keine Chance, mir etwas genau zu merken. Gemein, eigentlich.

und Deine +1-Frage:

– Wenn man Dir einen Vollzeit-Job auf Schalke anbieten würde (z. B. Bereich Internet, Social Media, …), würdest Du das Angebot annehmen und den „Königsblog“ mit einbringen/verkaufen, wie man die Facebook-Seite gekauft/verkauft hat?

Selbstverständlich! Das Schreiben und das ganze Internet-/Social Media-Dingsbums ist schließlich meine erste Leidenschaft nach dem Fußball an sich. Wenn ich die Möglichkeit bekäme, mich von Berufs wegen damit zu Beschäftigen, davon gar meine Familie ernähren zu können, ich würde keine Sekunde zögern.

Vielen Dank Torsten … und gut, dass Du Dich von der dunklen Seite der Macht abgewendet hast 😉

Das erste Auswärtsspiel mit Alina, @Das_Linchen

Alina schreibt auch auf Twitter und fiebert da ziemlich mit ihrer Arminia mit, z. B. gestern abend. Außerdem hat sie auch noch eine zweite Leidenschaft, den SV Werder, hier geht es allerdings (erst mal) nur um Armina Bielefeld bzw. um sie selbst. Sie mag keine Tussis, die mit Stöckelschuhen ins Stadion gehen (ich auch nicht, am besten dann noch im kleinen Leopardendress, oder, wie beim Länderpiel im LaOla gesehen, mit einem Minikleid in den Nationalfarben), steht in der Fan-Kurve, hat (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) ein „Match-worn-Trikot“ und spielt auch selbst Fußball.

Pyrotechnisch sind wir nicht ganz auf einer Wellenlänge, aber wenn sie schreibt, dass die Sicherheit immer an erster Stelle stehen soll/muss, dann wieder doch. Es kommt immer auf einen rücksichtsvollen Umgang miteinander an, finde ich, und wenn der sichergestellt ist kann sich von mir aus auch gerne jemand mit nem Bengalo da hinstellen, wo der Verein es erlaubt. Und wenn jemand Stadionverbot bekommt, weil er ’nen Böller wirft … kein Mitleid von mir. Genug geschwafelt, kommen wir zu Alina 🙂

1) Warum gerade dieser Verein, lässt sich leicht sagen. Ich komme aus Bielefeld das verbindet mit einfach mit der Arminia, die Arena ist praktisch in der Innenstadt und schon früher als kleines Kind hat man beim Shoppen mit der Mutter die Massen gesehen die zum Stadion fuhren, das hat mich damals schon fasziniert. Es ist einfach der Heimatverein, den ich liebe und für den mein Herz schlägt.

2) Was zum Stadion dazu gehört, ganz klar die Fans und die Fangesänge und Stehplätze (!). Zum Glück hat unsere Alm/Schüco Arena noch recht viele. Ohne die geht die Stimmung verloren. Aber viel wichtiger ist eig. das auf dem Stehplätzen die richtigen Leute sind. Es gibt nichts was mich mehr ankotzt als Tussis, die mit Stöckelschuhen und Handtäschen ins Stadion auf den Fanblock gehen und sich dann beschweren, dass es zu laut ist. Geht leider gar nicht. Auf einem Fanblock hat man zu schreien, klatschen, Fahnen schwenken und seine Mannschaft anzufeuern. Ohne Stimmung fehlt einfach was beim Fußball.

Was mich zum Thema Pyros bringt. In Aachen beim letzten 2.Liga Spiel von Arminia stand ich direkt mitten in einer Pyro Aktion. Ich war erst total Anti Pyros, bis ich mir die Seite zu der Aktion “ Emotionen respektieren – Pyrotechnick legalisieren.“ druchgelesen habe. Die Foderungen und Ansätze fand ich gelungen und stehe seitdem auch eher auf der Pro Seite. Es sollte aber Sicherheit immer gewährleistet sein!

Was ich in Osnabrück schlimm fand, war das ein kleines Kind ( ca. 7 Jahre) im Fanblock mit war. Es wurde beim 1:1 Ausgleich der Arminia fast verletzt. Das hat mich schockiert. Sicherheit muss immer an erster Stelle stehen! Dennoch ist Stimmung und wahre Fans, die auch in schweren Zeiten zum Verein stehen, am alleraller wichtigsten!

3) Ein Vorbild gab es für mich nie, nur Lieblingsspieler. Da war der Jonas Kamper ganz weit vorne. Publikumsliebling und Joker. Er hat viele wichtige Tore für uns gemacht. Ich erinner mich als er direkt nach seiner Einwechslung das 1:0 gegen Dortmund gemacht hat. Ein Traum war das. Der Jonas war einfach ein ganz sympathischer Däne.

Nachdem er weg war wurde Dennis Eilhoff zu meinem Liebling, er hatte eine unglaubliche Saison. Acht Spiele war er ohne Gegentor eine super Leistung. Außerdem ist Mitglied im Fanclub, auch wenn er jetzt in Dresden ist, das ehrt ihn. Er ist ein Armine, hat so viel für den Verein getan, Lieblingsspieler definitiv.

4) Mein erstes Spiel war das Pokalspiel gegen Unterhaching, Viertelfinale war das damals. Haben das gewonnen, glaube 2:1 oder sowas. Hatte für das Spiel ne Freikarte vom Verein bekommen, da ich Stadtmeisterinn geworden bin mit meiner Schulmannschaft. Fand ich eine nette Geste von Arminia. War ein tolles erstes, kaltes Spiel, war im Winter, hatte damals irgendwie so ne schwere Thermokanne mit auf die Tribühne geschleppt mit heißer Schokolade drin, total ulkig 😀 das war sogar unsere ausverkaufte Südtribühne, wo ich stand.

5) Meine Frage: Eine Lanze für den Frauenfußball warum man(n) zum Frauenfußball gehen sollte?! – Also das ist vieleicht die falsche Frage für mich. Ich spiele selbst seit 5 Jahren im Verein, ich liebe es selbst zu spielen, doch Frauenfußballspiele guck ich mir selber nicht an, da ich mich ehrlich gesagt selbst nicht dafür begeistern kann. Die WM Spiele hab ich mir angeschaut, musste da manchmal aber echt schmunzeln was die dort veranstaltet haben. Also Frauenfußball selbst ist definitiv Leidenschaft, aber anschauen? Nein danke.

Vielen Dank Alina, Glückauf und noch viele Punkte für Deine Arminia 🙂

04. Teil, Sebastian, @uckmann_heise:
Sebastian war der erste „Fremdautor“ hier auf der Seite und fragte auch direkt an, wonach ich die nullvier-Befragten aussuche. Bereits da hatte ich ihm angedroht, dass er auch mal „dran“ ist. Als Nullvierter darf er dann jetzt auch 😉

Nullvier + 1:

Warum gerade dieser Verein? Gab es ein Ereignis oder Erlebnis, der Grund für Deine „Wahl“ (wenn es denn eine Wahlmöglichkeit gab)?

Ich hab mir Schalke nicht ausgesucht. Das kam einfach so. Es ist ja irgendwie wie verlieben, irgendwann packt’s einen und warum weiß man nicht. Rückblickend kann man dann begründen warum es passt, was einem gefällt, wie’s passiert ist, aber erklären?! Kann ich nicht!
Unbewusst hat mein Vater als Schalke Fan mich natürlich an den Verein heran gebracht und an Fußball allgemein.

Meine erste Erinnerung an Schalke ist der Aufstieg 1991. Die Nachbarn feierten auf dem Balkon und ich verstand erst rückblickend was das genau bedeutete. Wahrscheinlich hielt ich Schalke damals auch schon für sehr erfolgreich – wenn soviel Lärm wegen eines Vereins gemacht wird, hat das ja bestimmt was zu bedeuten… Kann sein, dass mich auch das in die Arme dieses Vereins trieb.

Was gehört für Dich zum Fußball im Stadion dazu, was erinnert Dich auch anderswo ans Stadion?

Zu Heimspielen gehört für mich ein Wochenende (oder zumindest ein Tag) bei meinen Eltern, die Anfahrt mit dem Auto mit meinem Vater, parken am Schloß Berge, dem Fußmarsch zur Nordkurve, immer am gleichen Platz stehen, viel Reden mit meinem Vater (nicht nur über das Spiel oder Fußball), der immer gleiche Ablauf eben wie bei so vielen anderen auch.

Auf dem Rückweg gehörte bis zur letzten Saison immer die Bratwurst (zwischen Autobahnunterführung und Minigolfplatz) dazu (die verbiete ich mir seit neuestem – echt uncool) und die erinnert mich auch an Fußball und Stadion.

Im Auto gibt’s immer für jeden nen halben Liter (alkoholfreies) Bier, das auf der Rückfahrt getrunken wird.

Im Stadion bin ich ein großer Befürworter von singen, gröhlen, schreien, hüpfen, springen, klatschen, pfeifen und so weiter. Das gehört für mich auf jeden Fall dazu. Aus diesem Grund mach ich auch so gerne Auswärtsspiele, da ist die Atmosphäre immer noch ein wenig wilder und das mach ich dann auch ohne meinen Vater.

Dein erstes Vorbild/Idol? Warum gerade dieses Vorbild/Idol?

Ich hatte nie ein richtiges Vorbild oder Idol. Das mag auch daran liegen, dass ich nie sehr ambitioniert Fußball gespielt habe (nie Verein, selten Bolzplatz), ich folglich auch kein Vorbild brauchte um ihm nach zu eifern oder Tricks nach zu machen.
Anderbrügge ist wohl der erste Spieler den ich richtig gut fand. Das Autogramm war auch das erste das ich je hatte. Mein erster Schal und mein Trikot wurden in seinem Sporthaus in Datteln gekauft und da gab’s dann das Autogramm direkt vom Verkäufer.

Wilmots war dann ein paar Jahre später der erste Name auf meinem zweiten Trikot. Super Typ, aber inzwischen trage ich wieder das alte Ding aus der Saison 1992/93, zwar ohne Beflockung, dafür aber direkt von Anderbrügge.

Wann hast Du Dein erstes Spiel live gesehen (Ort, Gegner, Ergebnis, besondere Ereignisse, Wetter, …)?
Mein erstes Mal auf Schalke habe ich ja in deinem Blog schon ausgiebig beschrieben.

Das fünfnull gegen Rostock war natürlich ein gelungener Einstand, aber mehr zu schreiben, hoffe ich, kannst du mir durch einen Link an dieser Stelle ersparen 😉

+ 1: Wie siehst Du – im Rückblick – die Zeit von Felix Magath auf Schalke … auch vor dem Hintergrund der aktuellen „Ereignisse“ in Wolfsburg (Spielertransfers, Strafen, Menschenführung)?

Rückblickend kann ich mich kaum an das Gute zur Magath-Zeit erinnern. Immerhin stehen eine Vize-Meisterschaft, die erfolgreichste Teilnahme an der CL und eine super Pokalsaison (mindestens zur Hälfte) bei ihm zu Buche.

Heute seh ich die unglaubliche Einkaufs- und Personalpolitik, die unsägliche Personalführung, die Verbannung von Spielern in die 2. Mannschaft, den aufgeblähten Kader…

Ich verstehe gar nicht wie man in Wolfsburg heute, besonders nach den Erfahrungen auf Schalke, noch immer und schon wieder diesen Trainer arbeiten lassen kann.

Rückblickend finde ich auch meine Rolle, als Unterstützer bzw. Fürsprecher von Magath in erfolgreichen Zeiten, sehr fragwürdig. Es sollte wirklich viel für Schalke und den Erfolg (und endlich mal wieder ne Meisterschaft) getan werden, aber bestimmt nicht alles und um jeden Preis.

Alles in allem muss ich sagen, überwiegt die negative Erinnerung an die Zeit mit Magath

3. Teil, @newtons_apfel
Karina hat letztens getwittert, dass sie ihren Mitgliedsantrag beim geilsten Club der Welt eingereicht hat. Ein Grund, ihr nullvier + 1-Frage zu stellen. Auch ein Grund, weil sie die netteste Kioskmitarbeiterin in der Veltins-Arena sein soll, nicht wahr, Jungs der #nerdkurve 😉 Und der dritte Grund war der in Frage +1 nachgefragte Grund, warum sie erst jetzt Mitglied geworden ist. Im Kopf hatte ich die Antwort, die auch ich geben würde/müsste: Erst selbst Geld verdienen und mit dem selbstverdienten Geld den Mitgliedsbeitrag zahlen. Und, lest selbst, rööööööchtööööööch 🙂

1) Warum gerade dieser Verein? Gab es ein Ereignis oder Erlebnis, der Grund für Deine „Wahl“ (wenn es denn eine Wahlmöglichkeit gab)?
Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht so sicher wie ich wirklich zum S04 gekommen bin. Meine Mutter und mein Bruder sind beide ebenfalls Schalke-Fans und waren es auch schon vor mir. Ich selbst habe nach der WM 2006 eigentlich eher mit Werder sympathisiert; zu dem Zeitpunkt hatte Torsten Frings es mir irgendwie angetan. Während der Saison allerdings gewann Schalke dann meine Aufmerksamkeit. Erst nur durch kurze Meldungen während der Nachrichten, dann durch das eine oder andere Spiel. Und noch vor dem Derby war ich dann Schalke endgültig verfallen, mit allem was so dazugehört.

2) Was gehört für Dich zum Fußball im Stadion dazu, was erinnert Dich auch anderswo ans Stadion?
Zum Stadionbesuch gehört für mich das Gefühl von Verbundenheit. Wenn 55.000 Fans Auf Schalke gleichzeitig dasselbe erleben, dasselbe fühlen und sich wünschen, dann ist das für mich einfach nicht zu toppen. Allein der Gedanke an die Stimmung im Stadion, ob es gut oder schlecht läuft, sorgt bei mir für eine unglaubliche Gänsehaut. Selbst jetzt, wo ich während der Spiele im Kiosk stehe, gibt es wenig was so schön ist wie das Geräusch kurz vor und nach einem Schalker Tor, oder der Anblick von erwachsenen Männern, die spontan den Vordermann in der Schlange umarmen einfach weil die Jungs auf dem Rasen grade ein Tor geschossen haben.
Was mich auch sonst ans Stadion erinnert sind eindeutig die Gesänge.
Irgendwo schnappe ich einen Fetzen Fangesang auf, und schon ist da der erste Funken an Stadiongefühl.

3) Dein erstes Vorbild/Idol? Warum gerade dieses Vorbild/Idol?
Mein erstes Idol? Auf schalker Seite wohl Manuel Neuer. Irgendwie hat mich sein Hintergund, die Tatsache, dass er aus tiefstem Herzen heraus Schalker war, als Fan und als Profi, von Anfang an fasziniert und beeindruckt. Und spätestens mit dem Rückspiel gegen Porto als er zum Elfer-Held wurde war’s dann ganz um mich geschehen.
Insgesamt gesehen waren wohl meine ersten Helden im Fußball die Jungs aus unserem WM-Kader von 2006. Ohne die Spielfreude und den Kampf der Jungs, aber auch ohne ihre Tränen nach dem Aus gegen Italien, wäre ich dem Fußball wohl nicht verfallen.

4) Wann hast Du Dein erstes Spiel live gesehen (Ort, Gegner, Ergebnis, besondere Ereignisse, Wetter, …)?
Mein erstes Spiel Auf Schalke war das Spiel gegen Hoffenheim am 23.05.2009, eine Niederlage nach Pausenführung. Trotzdem verbinde ich eigentlich nur positive Erinnerungen mit diesem Spiel.
Mein Bruder und ich sind zusammen zum Stadion gefahren, und der Moment, in dem wir aus dem Auto gestiegen sind, die Arena vor uns, und um uns herum ein Meer aus Menschen in Königsblau und Weiß, das war der eine Moment, der sich, so kitschig es klingt, anfühlte wie nach Hause kommen.
Die Stimmung im Stadion war klasse, auch wenn’s nichts mit dem Sieg wurde. Danach war mir klar, dass ich wohl nicht mehr von diesem Verein loskommen würde.

Das erste professionelle Fußballspiel an sich war ein Spiel der Nationalelf, 15.11.2003 gegen Frankreich, auch in Gelsenkirchen. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch so gar nicht für Fußball, und das Spiel (die Elf verlor verdient und nach mehr als schlechter Leistung mit 3:0) hat mich zu diesem Zeitpunkt in meiner Ignoranz gegenüber dem Sport wohl nur bestätigt. Allerdings kann man den Ort wohl schon als Wink mit dem Zaunpfahl sehen, wenn man so will 😉

5) Die +1-Frage für Karina war: Warum bist du jetzt (erst) Schalke-Mitglied geworden?
Gewollt hätte ich an sich schon viel früher. Endlich den letzten Schritt gehen, könnte man sagen, endgültig zur Familie gehören. Gehört ja auch irgendwie ein bisschen mit zur Fußballromantik; der Fan, der mit allem was er hat zu seinem Verein steht.
Bis jetzt allerdings stand da für mich der Geldaspekt ein bisschen im Weg. Als Schülerin hatte ich kein eigenes Einkommen, und wie sehr meine Eltern meine Begeisterung verstehen und fördern stand eine Mitgliedschaft für mich nicht zur Debatte solang ich ihnen damit „auf der Tasche gelegen“ hätte. Jetzt, wo ich ein mehr oder minder geregeltes Einkommen habe und mir die Mitgliedschaft selbst finanzieren kann, ist das letzte Hindernis endlich aus dem Weg geräumt.

Danke für die Beantwortung der Fragen, Karina 🙂

Als zweite ist Jody Strauch an der Reihe, die nullvier Fragen zu beantworten. Jody habe ich gefunden, als ich bei Google+ „Schalke“ eingegeben habe. Sie schreibt Beiträge auf der Seite Bundesliga Fanatic über und zu Schalke, wobei sie noch nicht im Stadion war, aber bei den Spielen in den USA vor dem TV mitfiebert. Jody findet man auch bei Twitter und sie ist sicherlich für den ein oder anderen Hinweis, Artikel etc. zu Schalke, insbesondere natürlich in englisch (Fußball guckt sie aber in deutsch ;-)), dankbar. Also hier ihre Antworten:

– Why did you become a Schalke fan? Was it a special event or experiance? Was there another choice?
I became a fan of soccer during the 2006 World Cup and was cheering for Germany (my ancestral home) and fell in love with the sport. Since I had gotten to know the names of the German team, I start watching some Bundesliga games. In America, it is hard to find Bundesliga games and the channel that shows them usually only shows Bayern Munich. So I saw Schalke 04 play Bayern Munich and I don’t really know why but I just knew that I liked Schalke 04’s passion and spirit, so they became my team.

– What does belong to soccer in the stadium on your opinion? What makes you remember the stadium, when you are somewhere else?

I’ve never been to Veltins Arena but I really hope that someday I will be able to come to Gelsenkirchen to see a game. I know I will, just not sure when (airplane tickets are expensive. lol).

– Your first idol in soccer?
My first idol in soccer was Kevin Kuranyi. That team was so fun (Bordon, Rafinha, Asamoah, Pander, etc.). And I loved to watch Kuranyi put a header into the goal. Such fun.

– When did you see your first game live (place, opponent, score, special events, weather, …)?
Well, like I said, I haven’t got to see Schalke 04 live yet. It is a dream of mine that they will do a U.S. tour (like the Barclay Premier League teams do) so I can see them. I would fly anywhere in the US if they were here. But I do live near Kansas City, so I am a fan of Sporting Kansas City and my first live game was in 2009 (maybe). The team was playing on a baseball field back then! Horrible. But now they have a beautiful new stadium. Schalke should come and play Sporting KC in a friendly sometime. I WOULD LOVE THAT!

– What was the craziest thing you’ve done to be able to watch a game?
Haven’t done anything too crazy yet — until I spend $1500 on a plane ticket just to watch a Schalke 04 game. lol. But I will do that some day. 😀

Den Anfang macht Tobias, den ihr auf Twitter und bei Blogundweiss finden könnt:

– Warum gerade dieser Verein? Gab es ein Ereignis oder Erlebnis, der Grund für Deine „Wahl“ (wenn es denn eine Wahlmöglichkeit gab)?

Ein bestimmtes Ereignis gab es nicht. Ich bin in einer Familie mit königsblauem Blut aufgewachsen. Mein Vater war im Parkstadion zeitweise sogar Ordner auf der Gegengerade und meine Eltern besitzen heute noch beide eine Dauerkarte in der Südkurve. Ich war zwar in meiner Jugend eher der rebellische Typ, aber beim Thema Fußball bin ich bereitwillig gefolgt.
Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es doch ein bestimmtes Ereignis, das mir in Erinnerung geblieben ist:
Ich lag zu Hause im Bett und hatte Masern oder Windpocken, als mein Vater mir ein Poster mit original Unterschrift von Olaf Thon mitgebracht hat. Wie alt ich da war, das weiß ich jetzt leider nicht mehr.

– Was gehört für Dich zum Fußball im Stadion dazu, was erinnert Dich auch anderswo ans Stadion?

Zum Stadionerlebnis gehört für mich in jedem Fall das Anfeuern. Ich finde es schade, dass die Nordkurve nur noch sporadisch gemeinsam supportet. Im Parkstadion war das noch anders. Da war zwar auch der Block 5 tonangebend, aber der Funke sprang doch sehr schnell bis auf die Gegengerade über. Wenn ich heute mal aus der Südkurve ein Heimspiel verfolge, dann ist da wirklich nur noch der Ultras-Block aktiv. Der Rest der Kurve macht doch eher nur noch sporadisch mit. Woran das liegt, können wir gerne an anderer Ort und Stelle diskutieren.
Der Geruch von frisch gegrillter Bratwurst lässt mich innerlich übrigens immer ein lang gezogenes: Schaaaaaaaaaaaaaaaalke! ausrufen. Es geht nichts über eine Stadionbrat. Die ist, zumindest Auswärts, auch immer Pflicht. Ich experimentiere gerne.

– Dein erstes Vorbild/Idol? Warum gerade dieses Vorbild/Idol?

Auf Schalker Seite ganz klar Günther Schlipper alias Schlippinho! Wenn gebolzt wurde, habe ich auch immer versucht, mit technischen Finten zu glänzen. Die Kombination aus Technik und Kampfeswillen hat mich immer überzeugt. Deswegen hatte ich später auch große Sympathien für Mark Wilmots oder jetzt für Christoph Moritz und Levan Kenia. Leider sind meine Idole meist allzu verletzungsanfällig.
Allgemein im Fußball war Mehmet Scholl mein Vorbild. Als er damals noch beim KSC groß aufspielte, war er beim Sportstudio zu Gast. Dort sagte er, dass er mit Zweitnamen Tobias heißt. Das gab den Ausschlag. Deswegen hegte ich allerdings nie Sympathien für Karlsruhe oder die Bayern.

– Wann hast Du Dein erstes Spiel live gesehen (Ort, Gegner, Ergebnis, besondere Ereignisse, Wetter, …)?

Das erste Spiel war das quasi Abstiegsspiel gegen Eintracht Frankfurt im Jahr 1988. Damals war ich sieben Jahre alt. Es endete Unentschieden und wir waren danach so gut wie abgestiegen. Ich war mit meinem Vater, einem Bekannten und dessen Sohn auf der Haupttribüne. Geparkt haben wir hinter dem Marathontor, also quasi auf dem jetzigen Trainingsplatz.
Der Frust bei den Erwachsenen saß tief und als uns ein Frankfurt Fan (kann auch ein Schalker gewesen sein) vor das Auto gelaufen ist und dann auch noch sein halb volles Bier über die Fensterscheibe schüttete, stieg unser Bekannter aus und bedankte sich auf seine Weise. So konnte ich mir bei meinem ersten Spiel auf Schalke sogar die Polizeiarbeit von nahem ansehen.

Und Deine Zusatzfrage: Wer war Deiner Meinung nach der beste Schalke Trainer und warum? Wen würdest Du zukünftig gerne mal auf der Schalker Trainerbank sehen?

Huiuiui. Das ist eine schwierige Frage. Im Zweifel ist es natürlich der aktuelle Trainer. Ohne Zweifel kann ich das aber nicht wirklich beantworten. Huub Stevens war sympathisch. Auch weil er früh erkannte, dass seine Zeit um war. Rangnick gefällt mir aufgrund seiner offensiven Ausrichtung. Das war bei seinem ersten Engagement schon immer ein toller Budenzauber, den er mit Schalke veranstaltet hat.
Ich kann dir sagen, wen ich in Zukunft nicht sehen will: Lothar Matthäus! Und ich kann dir sagen, wen ich ebenfalls WIEDER auf der Bank sehen will: das wäre dann Mike Büskens. Ich fand es schade, dass er ganz gehen musste. Es schien im Nachhinein aber das Beste gewesen zu sein, denn er hat in Fürth viel gelernt und ist erfolgreich. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er bald nach Hause kommt. Ein weiterer Kandidat wäre da natürlich Olaf Thon. Da ist meine Meinung aber eher gespalten.

Vielen Dank Tobias 🙂

3 Antworten zu nullvier + 1

  1. Sebastian schreibt:

    Sehr gut, da freu ich mich ja schon auf mehr!
    Nach welchen Kriterien werden denn die Befragungswürdigen ausgewählt?

  2. Pingback: Abwärts … | neunzehnhundertvier

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